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Aktien 2026: Fall und Aufstieg

Der Aktienkursverlauf im Jahr 2025 lässt sich weltweit in zwei Phasen einteilen.


In der ersten Phase folgte nach einem vielversprechenden Auftakt ab Mitte Februar eine Umkehrung der Dynamik, die in der ersten Aprilwoche in einen Kurseinbruch überging. In der unmittelbar anschließenden zweiten Phase erholten sich die Kurse wieder, aber unterschiedlich schnell. Danach bewegten sie sich überwiegend im Seitwärts- oder Aufwärtstrend.

Was erklärt den Einbruch? Am 2. April („Liberation Day“) hatte Donald Trump neue Importzolltarife verkündet. Das war für die Kapitalmärkte das wirkmächtigste Einzelereignis im Jahr 2025.

Zugleich wertete der US-Dollars bis zum Sommer massiv ab. Deshalb fallen die Jahres-Kurszuwächse in Dollar-Notierung höher aus als in der im Folgenden gewählten Euro-Notierung. Breite Indizes für Aktien in entwickelten Ländern legten im Schlussquartal rund 3 Prozent zu, über das Jahr waren es 5 Prozent (in Euro). Seit dem Kurstief am 8. April ging es jedoch bis Ende Dezember um etwa 25 Prozent nach oben. Breite Indizes für Schwellenländer steigerten sich im Schlussquartal um rund 4 Prozent, im gesamten Jahr 2025 um 13 Prozent. Erwähnenswert ist, dass Aktienindizes für Nebenwerte im abgelaufenen Jahr häufig relativ gut performten – teilweise sogar besser als die jeweiligen Leitindizes.

Die Kurszuwächse hatten – von Deutschland aus betrachtet – die geographische Besonderheit, dass sie in westlicher Richtung tendenziell schwächer ausfielen als in südlicher oder östlicher:

Der US-Index S&P 500 steigerte sich im Schlussquartal um 3 Prozent, über das Jahr gesehen waren es ebenfalls nur 3 Prozent – allerdings in Euro. Der Jahreszuwachs in US-Dollar betrug 17 Prozent. Etwas stärker performte der NASDAQ 100, etwas schwächer der Dow Jones. Der Stoxx Europe 600 legte im vierten Quartal knapp 5 Prozent zu, mit einer Jahressteigerung von 16 Prozent war er deutlich stärker als der S&P 500. Noch etwas besser performten über 12 Monate die Blue-Chip-Indizes der Eurozone und Deutschlands. Sehr viel besser waren die Leitindizes Italiens (31%), Spaniens (48%) sowie etlicher ost- bzw. südosteuropäischer Länder. Auch in Asien verzeichneten führende Aktienindizes zweistellige Zuwächse, so etwa der japanische Nikkei 225 (28%), der Hang Seng (32%) oder der südkoreanische KOSPI (76%).

Bildrechte: freepik/diloka107

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